Sonderausstellungen 2018

Ausstellungseröffnung

Von der Spieluhr zum Grammophon

Eröffnung der Museumssaison 2018

Zur Eröffnung der diesjährigen Museumssaison am 4. Mai 2018 waren alle Mitglieder und Interessierte herzlich ins Heimatmuseum in Malmsheim eingeladen. 

Zu sehen ist neben der Dauerausstellung „Leben, Arbeiten und Wohnen in den letzten 200 Jahren“ die Sonderausstellung „Musikalische Nostalgie – Von der Spieluhr zum Grammophon“.

Bei der Eröffnungsveranstaltung hielten unsere Mitglieder Rosi und Frithjof Grögler aus Malmsheim einen Vortrag mit Musikbeispielen ausgestellter historischer mechanischer Musikinstrumente. Beide haben einen Ausstellungsbegleiter zur Sonder­ausstellung verfasst. Sie sind selbst ein Hobbydrehorgelduo. So kam es, dass sie die neuen Exponate betreuen und die Anregung zu dieser Sonderausstellung gegeben haben. Denn die Drehorgel ist auch ein mechanisches Musikinstrument. Nach abwechslungsreichen Vortrag hatten die Besucher die Möglichkeit sich die Sonderausstellung sowie die Dauerausstellung anzuschauen. 

Herzlichen Dank an Rosi und Frithjof Grögler für diesen sehr kurzweiligen und interessanten Vortrag. 

Die Sonderausstellung umfasst neue Exponate, die unsere verstorbene Mitbürgerin Ursula Mathes im Rahmen eines Vermächtnisses dem Heimatverein zukommen ließ. Ihr verdankt der Heimatverein diese Ausstellung. Er möchte die neuen Exponate der Öffentlichkeit präsentieren. Daneben werden Leihgaben vom Deutschen Musik­auto­maten­museum Bruchsal, von Rosi und Frithjof Grögler und von Herrn Kreutzberger gezeigt. Allen ausgestellten Exponaten ist gemeinsam, dass sie im Gegensatz zu den bisherigen Exponaten des Museums nicht nur anzuschauen, sondern auch anzuhören sind. Dazu gehören eine stattliche Flötenuhr, lieblich klingende Spieluhren mit Stiftwalzen und Spieluhren mit gelochten Zinkblechplatten, Walzen- und Notenband­drehorgeln sowie Zungen- und Pfeifen­drehorgeln bis hin zum original Edison Walzengrammophon und dem Grammophon mit großem Tontrichter.  Die Exponate umfassen einen Zeitraum von 1790, dem Baujahr der Flötenuhr, bis Ende des 19. Jahr­hunderts, der Erfindung des Grammophons durch Thomas Edison und Emile Berliner.

Vor Erfindung der mechanischen Musikinstrumente konnte man nur Musik hören, wenn Sänger oder Musizierende persönlich anwesend waren, sei es im Kirchen­chor, im Gesangverein, in der Schule, im Konzertsaal u.s.w., oder wenn man selbst ein Instrument gespielt hat. Ohne persönliche Anwesenheit geht das elektronisch, so heute, oder mechanisch, so damals mit den ausgestellten Exponaten, die einen Einblick in die „Phonoindustrie“ des 18. und 19. Jahrhunderts geben.

Gezeigt werden in der Ausstellung auch Miniaturen von Drehorgeln und Spieluhren, Moritatentafeln, Graphiken zur Drehorgelszene um 1900 und Bücher und Journals mit vielen einschlägigen Bildern.

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