Sonderausstellungen  2019

Ausstellungseröffnung

Wagnerei Modell und Original

 

Der Wagner
Die Bezeichnung des Berufs ist regional unterschiedlich, im Norden ist die Bezeichnung der Stellmacher, für uns im Süden ist der Wagner gebräuchlicher.
In der dörflichen Lebens- und Arbeitswelt spielte das Rad eine zentrale Rolle, da es den Transport von Gegenständen aller Art erleichterte. Die Herstellung und Reparatur von Rädern und Wagenteilen lag in den
Händen des Wagners, dessen Beruf zu den ältesten und wichtigsten im Dorf zählte. Für die eisernen Bauteile an seinen Produkten wurde er vom Schmied unterstützt. Und auch die meist hölzernen Geräte der überwiegend bäuerlichen
Dorfbevölkerung entstanden in den Händen des Wagners; so etwa Gabeln, Rechen, Stiele, Pflüge, Eggen, Leitern oder Schlitten. Bei der Auswahl des Holzes berücksichtigte er die künftige Form und Beanspruchung. Sein Arbeitsplatz war die Drechsel-, Hobel- und Schnitzbank, wo er mit Äxten, Sägen, Hobeln, Bohrern, Zieh- und Stecheisen das rohe Holz bearbeitete.

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