der Schmied

Seine Hauptaufgabe ist das Schmieden und damit das Formen von erhitztem Metall. Es ist eines der ältesten Handwerke und Grundlage für fast alle heutigen Metallberufe.

Gegen Ende der Steinzeit entwickelte sich als einer der ersten Handwerksberufe der des Schmiedes. Früh setzte die Spezialisierung ein, bei der u. a. Goldschmiede, Waffen-schmiede, Messer- und Nagelschmiede entstanden.

 

Zum Schmieden wird das im Feuer (der Esse) zum Glühen gebracht und damit formbar gewordene Metallteil durch Hämmern, Pressen oder Verdrehen auf dem Amboss bearbeitet.

 

Die Hauptwerkzeuge des Schmiedes sind neben dem Amboss. Feuer (Esse mit Blasebalg) und Wasser die verschiedensten Schmiedehämmer und- zangen. Hergestellt wurden hauptsächlich eiserne Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs wie z.B. Nägel, Hufeisen, Sensen, Äxte oder eiserne Wagenteile. Die Dorfschmiede war aus keiner Gemeinde wegzudenken.

 

Als Hufschmied betätigte er sich neben dem Beschlagen der Pferdehufe gelegentlich auch als Heilkundiger ("Rosskur") und ersetzte teilweise den Tierarzt.

 

Die Schmiedeeinrichtung mit Esse und Blasebalg wurde Ende der 80er Jahre durch die Vermittlung eines Mitglieds des Heimatvereins in Althengstett beim Abbau dokumentiert und detailgerecht hier im Museum wieder aufgebaut.

Der Amboss stand in Renningen in der Hindenburgstraße 23 in der Schmiede von Friedrich Landeck. Ursprünglich sollte er in Familienbesitz bleiben, er war aber viel zu schwer, um ihn im Privathaus als Dekorationsstück unterzubringen.

Auch der Transport von Renningen nach Malmsheim war schwierig. Letztlich konnte er mit polizeilicher Genehmigung auf öffentlichen Straßen mit Hilfe eines Gabelstaplers transportiert werden.

Im ländlichen Raum war der Schmied noch im späten 20. Jahrhundert ein unverzichtbarer Handwerker mit breitem Spektrum, zum Beispiel als Beschlagschmied für Wagen und Ackergeräte, als Hufschmied, Kunstschmied, Schlosser und Werkzeughersteller.

 

Seit Ende der 80-Jahre heißt der Beruf Metallbauer. Diese sind in Metallbaubetrieben, Schmieden, Kunstschmieden tätig. Sie arbeiten und hantieren mit traditionellen Werkzeugen wie Schmiedefeuer, Blasebalg, Hammer und Amboss und stellen auf diese Weise Werkstücke wie Gitter, Tore, Geländer, Treppen oder Zäune her.

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